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Die Folgen der kopernikanischen TheorieVom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehen war die kopernikanische
Theorie nur eine Neuanordnung der Planetenumlaufbahnen, die Ptolemäus
erdacht hatte. Die alte griechische Theorie, dass sich Planeten auf
kreisförmigen Bahnen mit festen Geschwindigkeiten bewegen, wurde im
kopernikanischen System beibehalten. Von 1580 bis 1597 beobachtete der
dänische Astronom Tycho Brahe Sonne, Mond und Planeten von seinem
Insel-Observatorium bei Kopenhagen aus und später in Deutschland. Unter
Verwendung der von Brahe zusammengestellten Unterlagen formulierte Johannes
Kepler die Gesetze der Planetenbewegung. Nach Kepler kreisen die Planeten nicht
in kreisförmigen Bahnen und nicht mit gleich bleibender Geschwindigkeit um
die Sonne. Dies geschieht in elliptischen Bahnen und mit unterschiedlichen
Geschwindigkeiten. Kepler fand auch heraus, dass die Abstände der Planeten
von der Sonne von der Umlaufphase abhängen.
Der englische
Physiker Isaac Newton brachte ein einfaches Prinzip ins Spiel, um die
Kepler’schen Gesetze zu erklären. Er
postulierte eine Anziehungskraft zwischen der Sonne und den einzelnen Planeten.
Diese Kraft, die von den Massen der Sonne und der Planeten und von der
Entfernung zwischen ihnen abhängig ist, liefert die Grundlage für die
physikalische Interpretation der Kepler’schen Gesetze. Newtons Annahme
wird als universelles Gravitationsgesetz bezeichnet.
Die drei
Kepler’sche Gesetze handeln über die Bewegung der Planeten, die
der deutsche Astronom und Gelehrte Johannes Kepler Anfang des
17. Jahrhunderts formulierte. Kepler leitete seine Gesetze von den
Planetenangaben ab, die der dänische Astronom Tycho Brahe gesammelt hatte.
Seine Thesen brachen mit dem jahrhundertealten Glauben, dass sich die Planeten
auf kreisförmigen Umlaufbahnen bewegten. Dies waren Kernaussagen des
ptolemäischen Systems und auch des kopernikanischen.
Laut Keplers
erstem Gesetz bewegen sich die Planeten auf elliptischen Umlaufbahnen um die
Sonne, wobei sich die Sonne in einem Brennpunkt der Ellipse befindet. Das zweite
Gesetz sagt aus, dass die gerade Linie, die den Mittelpunkt des Planeten mit dem
Mittelpunkt der Sonne verbindet, in gleichen Zeitabständen gleiche
Flächen überstreicht. Mit anderen Worten ausgedrückt, je
näher ein Planet der Sonne kommt, desto schneller bewegt er sich. Das
dritte Kepler’sche Gesetz besagt, dass das Verhältnis des Quadrates
der Umlaufzeit eines Planeten zu der dritten Potenz der großen Halbachse
der Ellipsenbahn eines Planeten von der Sonne, a – d. h.,
T²/a³, ist für alle Planeten gleich.
Diese Gesetze
spielten eine große Rolle für das Gravitationsgesetz von Sir Isaac
Newton und sind wichtig für das Verständnis der Umlaufbahnen des
Mondes und künstlicher Satelliten.
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